Montag, 16. Juli 2012
Der grobe Unfug mit “Political Correctness” oder: Was man alles nicht mehr sagen sollte
Jedem auch nur halbwegs vernünftigen Menschen in jedem halbwegs zivilisierten Land leuchtet ein, dass Minderheiten einer besonderen Zuwendung, Achtung und eines besonderen Schutzes bedürfen. Das gilt für Rassen, Religionen, Kulturen, Geschlecht und spezielle Orientierungen genau so wie für viele Gruppierungen mit diversen Handicaps, soferne sie die geltende Ordnung und die Spielregeln des Zusammenlebens respektieren und beachten.
Daraus folgert konsequenterweise, dass auch im allgemeinen Sprachgebrauch diskriminierende Bemerkungen, abfällige Witze, Beleidigungen und selbstverständlich tätliche Übergriffe absolut unangebracht und nicht akzeptabel sind. Dass man im Übereifer auch hier den Schutz so sehr übertreiben kann, dass die Vorschläge unfreiwillig ins Komische und Lächerliche abgleiten, haben die Autoren eine Leitfadens bewiesen, den hochoffiziell das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit herausgegeben hat. Der guten Sache wurde damit kein besonders guter Dienst erwiesen. Hier ein paar Beispiele, zum Teil sogar mit einigem Unterhaltungswert:
Verfemt ist das allgemein gebräuchliche Wort "Zigeuner", an dem ich an sich nichts Schlechtes finden kann, ist es doch eine uralte Kultur, die sich im Laufe der Zeit über ganz Europa ausgebreitet hat. Vorgeschlagen wird, sie als "Sinti" oder "Roma" zu bezeichnen, obwohl das nur zwei von vielen Stämmen sind. Was soll an den beiden neuen Bezeichnungen schöner oder besser sein? Die Verpackung ändert sich, der Inhalt bleibt gleich. Der Leitfaden gibt auch keine Antwort darauf, wie in Hinkunft die Zigeunermusik, der Zigeunerprimas, das Zigeunerschnitzel, der Zigeunerspiess oder der Zigeunerbraten umgetauft werden sollten. Runter damit von der Speisekarte?
Ein ganz besonders sensibles Problem scheint das Thema "Behinderung" zu sein, denn da gehen die Meinungen oft leidenschaftlich auseinander. Dass der mit dieser Bezeichnung erfasste Personenkreis jede nur denkbare Unterstützung erhalten soll, steht für mich außer Frage. In der differenzierten Wortwahl zwischen "Menschen mit Behinderung" oder " Menschen mit Handicap" oder "Behinderte Menschen" kann ich keine diskriminierende Unterscheidung erkennen. Das wahre Problem liegt meiner Meinung nach in dem viel zu komplizierten Zugang zu einer anständigen und angemessenen Unterstützung. Die Politik wäre gut beraten, dem betroffenen Personenkreis zumindest einen Bruchteil der Gelder zuzubilligen, die derzeit den Spekulanten und Banken achtlos in den Rachen geworfen werden.
Was ist eigentlich an der Bezeichnung "Neger" so schrecklich? Die meisten, die darauf ablehnend reagieren, wissen nicht genau, warum. Man sagt das einfach nicht mehr. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und wird heute noch in einigen modernen Sprachen für "Schwarz, schwarze Farbe "verwendet. Eine Hautfarbe an sich zu beschreiben kann nicht diskriminierend sein. Lediglich die aus den US - Südstaaten aus der Zeit der Sklavenhaltung stammenden Verbalhornung "Nigger" ist abschätzig und beleidigend gemeint. Die Autoren des Leitfadens machen an dieser Stelle die absonderlichsten Verbiegungen und Verrenkungen, bis sie zu dem genialen Ergebnis finden, die Hautfarbe im Sprachgebrauch überhaupt gänzlich auszuklammern. Eine wahrhaft elegante Lösung.
Auf der Strecke bleiben somit geläufige Begriffe wie "Negerkuss", "Negerbrot" und viele mehr. Also, raus damit aus den Süßwarenläden!
Zum Schluss eine Warnung an alle Scherzbolde, Spaßmacher und Comedians: Keine Witze mehr über Minderheiten! Keine jüdischen Witze (die können Juden sowieso besser erzählen), keine Witze mehr über Burgenländer, Ostfriesen, Schweizer, Vorarlberger, Tiroler, Wiener, Singles, Ehepaare, Kinder, Männer, Frauen, Senioren, Blondinen und alle anderen Gruppierungen, die eine Minderheit darstellen könnten!
Und ganz zum Schluss meine Kernfrage: Wer ist bloß auf die absonderliche Idee verfallen, dieser Thematik den Begriff "Politische Korrektheit" zuzuordnen? Ist diese Wortschöpfung an sich nicht pervers, wenn wir in Anbetracht der scheinbar nicht endenwollenden politischen Skandale und Rechtsverbiegungen die Korrektheit mit der Politik in einem Atemzug nennen, ohne schamrot zu werden? Wird es das "Unwort des Jahres"?
Sonntag, 24. Juni 2012
Spaniens verkaufte Kinder
Jeder Staat, jedes Volk hat in seiner nicht immer glorreichen Vergangenheit auch dunkle Flecken auf der weißen Weste seines nationalen Selbstbewusstseins gesammelt. Bisher wurden und werden in fast jeder Generation fatale Fehler gemacht, die dann ihren Kindern und Kindeskindern völlig unverschuldet Probleme machen. Wer wusste das besser als wir Österreicher und Deutsche, wenn wir an die kurze Zeit des tausendjährigen Reiches zurück denken. Und innerhalb unserer europäischen Gemeinschaft sind wir gerade wieder drauf und dran, Entscheidungen zu treffen, die unseren Nachkommen mit voller Wucht auf den Kopf fallen werden.
Unlängst sind in Spanien erschütternde Berichte ans Licht gekommen, die in der Bevölkerung Entsetzen und Betroffenheit ausgelöst haben. Nein, mit den Milliarden, die den Banken in den Rachen gestopft werden, hat das nichts zu tun. Es geht um einen jahrzehntelang zurückliegenden Skandal, der bis in unsere Gegenwart reicht. In Spitälern und Geburtskliniken wurden Babies von Frauen, die aus sozial unterprivilegierten Schichten stammten oder die unverheiratet waren, fälschlich für tot erklärt. Tatsächlich aber wurden sie mit Wissen der zuständigen Behörden, der ÄrztInnen und der vorwiegend geistlichen Schwestern an zahlende Kunden zur Adoption frei gegeben. Es ist unvorstellbar, welche Sorgen, Skrupel und Traumata diese betrügerischen Vorgänge bei den betroffenen Familien ausgelöst haben und sie bis heute belasten.
Einige Leute, die dem unerhörten Treiben auf die Spur kamen, versuchen nun, ihre totgeglaubten Kinder oder Geschwister aufzufinden, um Gewissheit über den Verbleib zu erlangen. Anstatt öffentlich Unterstützung zu erhalten, werden ihre Nachforschungen aber gerade von den verantwortlichen Stellen verzögert, behindert oder abgetan.
Meiner Meinung nach geht es gar nicht darum, die persönlich Schuldigen auszuforschen, an den Pranger zu stellen und zu bestrafen. Die meisten dieser Leute sind wahrscheinlich längst nicht mehr aktiv und das Gefühl der Rache oder der Gerechtigkeit, wie das so gerne umschrieben wird, hat noch kein Opfer wirklich zufrieden und glücklich gemacht. Eigentlich geht es doch darum, endlich Seelenfrieden durch Gewissheit zu schaffen, beim Aufarbeiten der Traumata zu helfen und andererseits die Missstände für die Zukunft abzustellen. Dazu sind Klarheit, Offenheit und Ehrlichkeit nötig, daran mangelt es noch. Leugnen, Verzögern und Verschweigen verlängern nur unnötig das Leid der Betroffenen.
Wir befinden uns bereits mitten in einer Zeit des Umbruchs und Wandels, in der Vieles schon ans Licht gekommen ist und Vieles noch aufgedeckt werden wird, was nicht in unserer Ordnung ist und nicht im Einklang mit dem schöpferischen Plan steht. Wir haben alle Chancen, richtig zu stellen, was wir als falsch gefühlt oder erkannt haben. Wenn das geschieht, wird auch für den Verkauf der spanischen Kinder endlich ein "gerechter Preis" entrichtet werden.
Samstag, 2. Juni 2012
Der Atomstreit um den Iran im Zeichen des Morphogenetischen Feldes
Erinnert ihr euch, als vor mehr als zwei Monaten Israel fest entschlossen schien, im Zuge einer vorbeugenden Verteidigung den Iran unverzüglich anzugreifen und dessen Atomanlagen zu zerstören? Glücklicherweise ist das nicht geschehen und dieser Tage finden internationale Verhandlungen statt, da sich der Iran bereit erklärt hat, Einblicke in seine Anlagen zu gewähren.
Das Ergebnis ist noch offen, aber eines ist sicher: Damals haben sich unzählige Stimmen von Bürgern beider Seiten und aus vielen Drittländern erhoben, die eine friedliche Lösung forderten, und ein Sturm der Entrüstung brach gegen die Gewaltbereiten los. Das konnte selbst den aggressivsten Politikern auf beiden Seiten nicht entgehen, die ja letztlich auch immer ihr persönliches, populistisches Interesse im Auge behalten müssen.
Wahrscheinlich wird es sich nie beweisen lassen, ob die geballte Kraft der positiven Gedanken und der vielen Gebete der friedfertigen Menschen die Energien in die richtige Richtung gelenkt haben, ob die zahlreichen Engelsymbol-Schutzkreise maßgeblich dazu beigetragen haben oder ob jene kritische Masse erreicht wurde, die als aktive Minderheit gegenüber einer schweigenden bzw. passiven Mehrheit eine positive Entwicklung einleiten konnte. Vielleicht bleiben uns die energetischen Vorgänge des Massenbewußtseins im morphogenetischen Feld der Menschheit weiterhin verborgen.
Noch ist das endgültige Resultat der Friedensbemühungen offen und die Gefahr einer gewaltsamen Konfrontation nicht gebannt. Aber die Hoffnung auf Leben und Frieden für die betroffenen Menschen hat ein kräftiges Lebenszeichen erhalten. Bleiben wir dran!
Foto: www.flaggenfritze.de
Sonntag, 20. Mai 2012
Erziehung durch Ohrfeigen? Von "Kleinen Tetschen" und "Gesunden Watschen"
Spätestens seit Pestalozzi, und das liegt schon über 200 Jahre zurück, ist bekannt, dass Gewalt in der Erziehung nichts verloren hat. An manchen Zeitgenossen ist diese Erkenntnis bis heute leider spurlos vorbei gegangen.
Im schönen Kärntnerland, wo man noch so richtig Urlaub bei Freunden machen kann, wo Sangeskunst und Brauchtum hochgehalten werden, da weiß man bis in die hohe Politik hinein auch noch die nachhaltige Wirkung altbewährter Erziehungskunst wohl zu schätzen.
So hat sich neulich ausgerechnet der Bildungsreferent (!) für die gute und sinnvolle "Tetschen" im Schulbetrieb ausgesprochen. Und der gleich gesinnte Landeshäuptling, in seliger Erinnerung an die eigenen handgreiflich genossenen Schulzeiten, hat sich auch für die Bewahrung alter Werte stark gemacht. Er habe persönlich mit "gesunden Watschen" keine schlechten Erfahrungen gemacht, ihm haben sie nicht geschadet!
Solche Aussagen sprechen zwar für ein übersteigertes Selbstbewusstsein, wie es in Politikerkreisen üblich ist, nicht aber für ehrliche Selbsterkenntnis. Die beiden Helden hätten sich ohne Gewalt in der Erziehung vielleicht doch noch ganz anders entwickeln können und würden in der Öffentlichkeit anders dastehen, als sie das heute tun. Eigentlich darf man für die offenen Wortmeldungen dankbar sein, denn sie zeigen, wo unsere Gemeinschaft noch immer großen Nachholbedarf hat. Die konservative Erziehung wurde noch nicht durch moderne, alternative Methoden abgelöst und ersetzt. Im Zuge von verbalen Ausrutschern wird deutlich, welch große Bedeutung der spirituellen Pädagogik zukommt und welche Möglichkeiten sie in Zukunft noch eröffnen kann. Nicht die Disziplinierung übermütiger Kinder, sondern eine optimale Entwicklung ihrer Persönlichkeit steht im Vordergrund, zum Wohle jedes Einzelnen und unserer ganzen Gesellschaft.
Montag, 14. Mai 2012
Mysterien in Santa Cruz
Man merkt sofort, dass die kalifornische Kleinstadt im Süden von San Francisco ihre beste Zeit schon hinter sich hat: Die weitausladende Bucht mit dem breiten Sandstrand, wo nur einige Surfer mit lässiger Trägheit auf die nächste gute Welle warten, ein in die Jahre gekommener Vergnügungspark und ein paar Zeilen kleiner und wunderschön gepflegter Holzhäuschen, das ist alles, was erwähnenswert scheint. Ach ja, da steht auf einer kleinen Anhöhe noch die recht hübsche Rekonstruktion jener spanischen Missionsstation, von der aus vor rund 200 Jahren Indianer von spanischen Padres, dem „einzig wahren Glauben“ zugeführt und so erst zu „richtigen Menschen“ gemacht wurden.
Aber in diesem ruhigen und beschaulichen Ort gibt es etwas, das ihm eine ganz besondere Attraktion verleiht. Man nennt es den „Mystery Spot“ und diesem Geheimnis wollten wir unbedingt auf die Spur kommen. Auf schlecht beschilderten, verwinkelten und immer schmäler werdenden Wegen gelangt man an den Ortsrand und einige Meilen weiter in ein enges, mit riesigen Rot-Zedern bewaldetes Tal, dessen schluchtartiger Verlauf unerwartet bei einem kleinen Parkplatz endet, an dessen Rand ein paar Holzhütten mit der Hinweistafel auf den „Mystery Spot“ stehen. Von dort aus werden die Besucher in kleinen Gruppen von Führern auf einen mit Buschwerk und Bäumen bestandenen Hang hinauf geleitet.
Was zunächst auffiel war, dass hier und im engen Umkreis plötzlich kein Vogel mehr zu sehen und zu hören war. Sonderbar, aber nicht unheimlich. Dann kamen wir an eine Stelle, wo in den Boden ein etwa vier Meter langer, waagrechter Betonstreifen eingelassen war. Einige Personen aus unserer Gruppe nahmen auf diesem Streifens Aufstellung, wobei uns der Führer aufforderte, die unterschiedlichen Körpergrößen der beiden äußeren Personen zu beobachten. Als die beiden Personen ihre Plätze tauschten, geschah etwas Verblüffendes: Plötzlich erschien die kleinere Person deutlich größer zu sein als vorher und die größere Person kleiner. Was für eine optische Täuschung! Als diese beiden Personen dann ihre ursprünglichen Plätze wieder einnahmen, war alles wieder wie zuvor. Klar, dass nun alle Teilnehmer unserer Besuchergruppe das Experiment selbst pobieren wollten, und siehe da, es funktionierte bei allen gleich. Einmal erschienen sie grösser und nach dem Platztausch kleiner als ihr Versuchspartner, egal, wie oft sie es auch wiederholten. Der Guide konnte dafür keine Erklärung anbieten, wir überzeugten uns jedoch mit einer Wasserwaage davon, dass die Unterlage nicht schief war.
Unsere Gruppe wanderte danach ein Stück weiter den Berghang hinan und machte schließlich vor einer eigenartigen Holzhütte, die nach allen Seiten schief gebaut war und wohl nirgends einen rechten Winkel aufwies, Halt. Der Guide nahm eine mit einer Längsrinne versehene Holzlatte zur Hand und richtete sie vor unseren Augen mit der Wasserwaage aus. Dann nahm er eine Kugel, setzte sie auf die Rinne , die so als Führung diente, und das Unglaubliche geschah: Die Kugel rollte aufwärts! Das wiederholte er mehrmals. Dann goss er eine kleine Menge Wasser in die Rinne – das Wasser floss aufwärts! Alle verlangten eine Erklärung, doch der Guide zuckte nur mit den Achseln.
Von der Decke der Hütte hing an einem Seil eine große und gewichtige Kugel aus Holz. Während sich unsere Gruppe um den Führer scharte, nahm er eine Wasserwaage und wies uns eindeutig nach, dass die Kugel nicht senkrecht nach unten, sondern schräg hing. Dann forderte er uns auf, diese Schräglage am eigenen Körper auszuprobieren. Zu unser aller Erstaunen und dann mit großem Spaß und Hallo versuchte jeder so weit wie nur möglich, einmal nach vorne, aus dem Stand nach einer Seite oder nach hinten in eine extreme Schräglage zu kommen. Es gelang allen ihr Gleichgewichtsgefühl zu überlisten und Haltungen einzunehmen, bei denen man normalerweise sicher umgekippt wäre.
Wie ganz nebenbei zog dann unser Führer einen Kompass aus der Tasche und wir konnten uns selbst davon überzeugen, dass es ein ganz
normales Gerät war, dessen Nadel natürlich nach Norden zeigte. Wir begaben uns nun an eine Stelle des Weges, an dem der Kompass scheinbar verrückt spielte und plötzlich nach Osten zeigte. Dieses Experiment wiederholten wir mehrmals.
Was kann man davon halten, dass in einer völlig unscheinbaren Landschaft allgemein geltende Naturgesetze scheinbar nicht mehr gelten? Schwerkraft, Magnetismus, Optik , Erfahrungen des täglichen Lebens werden einfach auf den Kopf gestellt. Ich konnte im Bereich des Mystery Points nur ganz schwache Energieströme erspüren. Angeblich beschäftigen sich schon seit mehr als fünfzig Jahren Forscher und Wissenschaftler mit den Phänomenen, ohne dafür einleuchtende Erklärungen zu finden. Vielleicht, so vermute ich als fachlicher Laie, hängt es mit tektonischen Verschiebungen, die sich fast durch ganz Kalifornien ziehen, oder mit vulkanischen Erscheinungsformen zusammen. Möglicherweise treten dort sogar neue Energien in Erscheinung, die mit Energieformen zusammenhängen, die uns bis heute gänzlich unbekannt sind.
Montag, 2. April 2012
"Wutbürger"
Die Sprache lebt. Sie verändert und erweitert sich unentwegt, meist unbemerkt und in ganz kleinen Schritten. Manche Wörter kommen und gehen mit der Mode, nur wenige sind Ausnahmen, die unsere Sprache wirklich bereichern. Sie drücken Erfindungen, Entdeckungen, Zustände oder Befindlichkeiten aus, die neu und vielleicht sogar nachhaltig sind. Dazu zähle ich den Ausdruck "Wutbürger".
Sind das nicht alle, die mit den derzeitigen Lebensbedingungen unzufrieden sind? Nein, die gab es schon immer. Es sind die, die sich so richtig ärgern, weil sie mehr als genug Informationen über alle Missstände erhalten haben, die eigentlich längst geändert werden sollten. Es sind die, die sich über unsere Zukunft und die der nachfolgenden Generationen ernste Sorgen machen. Mit einem Wort, Wutbürger wissen, wie es richtig ginge und leiden an der scheinbaren Ohnmacht, dass alles so bleibt wie es ist.
Wutbürger sind nicht aus dem Holz der Revolutionäre geschnitzt, die gewaltbereit auf die Barrikaden stürmen. Sie sind aber auch nicht jene resignierenden Duckmäuser, die sich mit den unbefriedigenden Verhältnissen arrangieren und dahinvegetieren, um nur ihre Ruhe und ihr Auskommen zu finden. Sie liegen genau dazwischen, und das ist ihr Problem an dem sie kauen und kiefeln.
Was ist da zu tun? Was könnte geschehen? Ein Zauberwort heißt: Verantwortung übernehmen. Kritik zu üben und auf Initiativen der Jugend zu hoffen, ist zu wenig. Sobald wir erkannt haben, dass unsere Staatskarosse schon wieder gegen die nächste Wand gefahren wird, sollten wir handeln. Verantwortung übernehmen heißt aktiv werden. Im Nachhinein alles besser gewusst zu haben, nützt niemandem.
Wir erfahren immer wieder aus vielen Andeutungen, Hinweisen und Zeichen, dass wir uns in einer Phase des Umbruchs und Wandels befinden, die unser ganzes Universum erfasst hat und sich nicht auf die kleinlichen Ärgernisse des Alltags beschränkt. Krisen sind Wendepunkte, die immer eine Chance zum Besseren eröffnen. Diese Chance könnten wir Wutbürger eigentlich ergreifen. Besser heute als morgen.
Ein aussichtsreicher Ansatz dazu könnten politische Veränderungen sein, zwar mühsam aber vielversprechend. Wie wäre es zum Beispiel mit der Gründung einer neuen Partei der Anständigkeit und des Idealismus? Dabei könnten wir jene Fehler, die wir bei den Grünen erleben mussten und die bei den deutschen Piraten zu befürchten sind, vermeiden, denn auch aus Fehlern darf man lernen. Selbst das gehört zur Verantwortung.
Oder, wie wäre es mit einer Veränderung unseres eigenen bisherigen Verhaltens gegenüber Angehörigen, Freunden, Nachbarn und im Berufskollegen? Nicht mehr anpassen und schweigen um des lieben Friedens willen, sondern klar und deutlich für die Werte eintreten, die wir für uns als richtig und wichtig erachten, selbst wenn uns das im Augenblick keinen Vorteil zu bringen scheint. Achtung und Anerkennung - sogar durch die anders Denkenden - wird nicht immer gleich sichtbar, aber sie ist uns gewiss.
Daher mein Motto für heute: Mehr Mut, weniger Wut!
Montag, 12. März 2012
An der Kippe: Krieg oder Frieden im Iran?
Freunde, es ist hoch an der Zeit, all unsere Kräfte und Energien auf das glosende Feuer im Iran zu fokussieren. Die eine Seite provoziert seit Jahren ständig mit ihren hinter der religiösen Fassade versteckten Feindseligkeiten die ganze Welt und nicht nur die unmittelbaren Nachbarn.
Die andere Seite, scheinbar ständig um die Sicherung ihrer bedrohten Existenz besorgt, reagiert mit einer Politik der Nadelstiche gegen die schwache Minderheit im eigenen Land und mit unentwegten Drohungen gegen den Feind im Außen.
Mit seiner atomaren Provokation bietet der Iran seinem Gegner den willkommenen Vorwand dafür, die nur schwer zurückgehaltenen Aggressionsgelüste endlich befriedigen zu können. Aus dem Bewusstsein militärischer Überlegenheit und jederzeitiger Unterstützung durch den großen Bruder USA könnte das Zündeln der Gegenseite sogar entgegenkommen.
Dass tatsächlich von einem der beiden Streithähne eine atomare Bedrohung ausgeht, ist höchst unwahrscheinlich, da im Zuge der nachfolgenden Verstrahlung alle Staaten im nahen Osten, Freunde wie Feinde, ernsthaft Schaden leiden würden. So bleibt die Möglichkeit einer kriegerischen Auseinandersetzung mit den bekannt schrecklichen konventionellen Waffen übrig.
Niemand wird den anderen „offensiv und aggressiv“ attackieren, sicher werden nur „präventive Verteidigungsmaßnahmen“ ergriffen. Das klingt so schön moralisch, sodass nachher alle nicht direkt Betroffenen ihre Hände in Unschuld waschen können. Die Ölpreise dürfen weiter steigen, die Ölreserven gehen an den Sieger und der Wiederaufbau der Zerstörungen wird von der mehr oder weniger unbeteiligten Staatengemeinschaft finanziert, ohne auch nur einen einzigen Bürger um seine Zustimmung zu fragen.
Jetzt aber genug des pessimistischen Szenarios. Alle Menschen guten Willens könnten schon einiges tun, um dem Kriegstreiben etwas entgegenzusetzen, friedlich und mit feinstofflichen Energien. Wir können unsere positiven Gedanken auf die gefährdete Region und die dort handelnden Personen, die die Macht in Händen haben, richten, wir können Schutzkreise mit Engelsymbolen für die bedrohten Menschen legen. Unterschätzen wir nicht die Kraft der Gebete und der Gedanken. Im morphogenetischen Feld der Menschheit besteht die Chance, daß der Wunsch und der Wille einer positiv ausgerichteten Minderheit die negativen Absichten einer Mehrheit sogar in die Schranken weisen und verändern kann. An jedem Tag, in jeder Minute ist eine Umkehr, das Einschlagen eines friedvollen Weges möglich und alle Drohgebärden können durch Verhandlungen und Gespräche gelöst werden. Schauen wir nicht einfach zu, sondern tun wir was! Am besten gleich und nicht erst irgendwann!
Sonntag, 19. Februar 2012
Mit Reise-Engeln unterwegs: Meine neuesten Erfahrungen über Koffer
Irgendwer hat mir einmal erklärt, der Ausdruck „ Koffer“ sei abwertend, politisch unkorrekt und ein Überbleibsel aus der unseligen Kolonialzeit. Gemeint waren damals die Angehörigen des südafrikanischen Stammes der Kaffern. Seit ich erst kürzlich mit Koffern ganz persönliche Erfahrungen machen musste, kann ich an diese Deutung nicht mehr so recht glauben.
Meine Flugreise sollte über Amsterdam nach Kapstadt gehen, wo ich ein Schiff besteigen wollte. Für einen Direktflug dürfte Wien noch zu klein oder zu provinziell sein. Ich entschied mich für eine niederländische Linie – den Namen erwähne ich an dieser Stelle nicht, um nicht ungebührlich Werbung zu machen - , da sie mich rascher und preiswerter ans Ziel zu bringen versprach, als die deutsche oder britische Konkurrenz. Dann aber kam alles ganz anders.
Mein Check-In war der letzte noch normale Vorgang. Dann ging es Schlag auf Schlag. Kaum war „Boarding completed“ gemeldet, folgte als erste Hiobsbotschaft, dass sich der Flug wegen eines verstopften Klosetts verzögern würde. Das hatte sich am frühen Morgen wohl nicht eher feststellen lassen.
Seit ich mit Engeln Kontakt habe, ziehe ich sie gerne vor dem Antritt jeder Reise zu Rate. Wenn sie energetisch ein Zeichen der Zustimmung geben, gibt es für mich keine Bedenken und keine Flugangst mehr. Ich habe schon öfters gehört, dass besonders vorsichtige und ängstliche Menschen sofort aus dem Flugzeug flüchten, wenn irgendwas nicht reibungslos abläuft. Ich aber frage vor allem die Erzengel Michael und „meinen“ Jophiel, und wenn ich ein zustimmendes Zeichen empfange, klappt letztlich alles. So geschah es auch diesmal.
Nach gut einer Stunde emsigen Werkens im kleinsten, aber offenbar wichtigsten aller Nebenräume verkündete eine Flugbegleiterin freudestrahlend den verspäteten Start. Der sportlich ehrgeizige Kapitän versprach sogar, die Verzögerung mit Vollgas auf die Hälfte zu reduzieren. In mir keimte wieder die Hoffnung, den ursprünglich zeitlich reich bemessenen Anschluss doch noch zu erreichen. Der Kapitän hielt Wort, doch das Bodenpersonal machte mir administrativ umständlich einen Strich durch die Rechnung. Meinem Silbervogel konnte ich nur wehmütig nachwinken.
„Warum nur, warum schon wieder?“ fragte ich meine Engel. Sie wollten oder konnten mir nichts sagen. Warum–Fragen haben sie noch nie gemocht. Einige Stunden trieb ich mich in der Abfertigungshalle umher und wartete auf meinen Anschlussflug nach London. Eine andere Verbindung gab es an diesem Tag nicht mehr. Die Zeit in Heathrow brachte auch keine Abwechslung, aber spät abends ging es dann doch los. Meine Ärgerlichkeit war vorbei und ich begann, mich auf neue und interessante Reiseerlebnisse vorzubereiten.
Die Passkontrolle in Kapstadt verlief mit britischer Disziplin und Genauigkeit und frohgemut trat ich ans Förderband. Alle, wirklich alle Gepäckstücke zogen langsam an mir vorbei. Als es schließlich völlig leer zum Stillstand kam, war mir klar, dass mein Koffer nicht mitgeflogen war. Obwohl ich jetzt wirklich böse wurde, signalisierten meine Reiseengel, dass alles in Ordnung wäre. Damit konnte ich mich nicht abfinden. Mir fiel plötzlich die Erzählung einer Schweizer Freundin ein, die ihr Gepäck als einzige in ihrer Gruppe auf einer Fernreise mit Engelsymbolen geschützt hatte und im Gegensatz zu ihren Begleitern nichts verloren hatte. Zu spät, dumm gelaufen!
Ich weiß aus Erfahrung, dass ich Geduld und Vertrauen lernen muss, das zählt zu meinen wichtigsten Lernaufgaben auf diesem Planeten. Jetzt musste ich halt nachsitzen. Aufgabe noch nicht gelernt! Hatten die niederländischen „Koffer“ etwa deshalb nicht mein Gepäckstück gleichzeitig mit mir nach London auf die Reise gegeben, oder war ich selbst ein leichtsinniger „Koffer“? Ganz egal, wo es auch hängengeblieben sein mochte, es blieb verschollen. Mehr als ein paar tröstliche Worte konnte man mir am Reklamationsschalter auch nicht mitgeben. Das dumme Wortspiel mit den Koffern ging mir nicht mehr aus dem Sinn. Das anhaltende Missgeschick wäre nur halb so schlimm gewesen, hätte ich nicht eine Schiffsreise am folgenden Tag antreten müssen. Ich konnte sicher sein, dass man auch ohne meinen Koffer ablegen würde. Einen Urlaubstag hatte ich durch die Flugverspätung schon verloren, den größten Teil des zweiten musste ich darauf verwenden, die allernötigste Ausrüstung und Bekleidung einzukaufen, denn ein Wiedersehen mit meinem Koffer wurde immer unwahrscheinlicher. Alljährlich gehen am Flughafen in Schwechat angeblich einhunderttausend Gepäckstücke verloren. Was, um Himmels willen, passiert mit diesem Kofferberg? Mit so viel Unbehagen war ich noch nie auf Shoppingtour.
Vollbepackt mit zwei großen Einkaufstaschen wollte ich am nächsten Tag die Gangway zum Schiff betreten, als mich ein goldbetresster Schiffsoffizier in blütenweißer Uniform am Ärmel meiner neuen Jacke zurückzog. „Sir, ist das vielleicht Ihr Koffer?“ Er deutete dabei auf meinen vermissten, leicht ramponierten, schon fast aufgegebenen und heiß begehrten Koffer, der zwischen verschiedenen anderen Gepäckstücken versteckt da stand. Ich war dermaßen überrascht und verblüfft, dass ich ihn schnell an mich zog und umarmte. Ihn, den Koffer natürlich, nicht den Offizier.
„Danke, danke, meine lieben Reiseengel“, mit einem Schlag war alles wieder gut.
Sonntag, 29. Januar 2012
Was ist so neu an der "Medizin der Neuen Zeit"?
Seit ich die vielfachen Erfolge mit den Engelsymbolen, Engelessenzen und Engelölen erfahren und erlebt habe, musste ich sie einfach akzeptieren, obwohl ich sie bis heute eigentlich nicht wirklich begreifen kann. Ein paar Dinge sind mir aber klar geworden und darüber will ich hier kurz berichten.
Diese Hilfsmittel wirken bereits viel früher, als alle mir bekannten Medikamente. Lange bevor der feststoffliche Körper Signale in Form von erkennbaren Symptomen aufzeigt, ist der unsichtbare feinstoffliche Energiekörper aus seiner Balance geraten. Wenn in dieser Situation durch Symbole und Essenzen das entstandene Energiedefizit ausgeglichen werden kann, kommt der feinstoffliche Körper wieder in seinen natürlichen Sollzustand und stabilisiert den feststofflichen. Eine frühzeitige Prophylaxe, wie sie in der herkömmlichen Medizin noch unbekannt sein dürfte.
Warum, habe ich mich immer wieder gefragt, wodurch kann denn der feinstoffliche Körper aus seiner Balance geraten? Mit verstandesorientierter Ursachenforschung kommt man da oft nicht weiter. Gerade hier aber setzen die Hilfsmittel "aus der Engelwelt" an. Mit Hilfe der von den Engeln energetisierten Symbole ist es möglich, weitaus tiefer als jede noch so fundierte Tiefenpsychologie an die Gründe für ein gestörtes Energie-Gleichgewicht heranzukommen. Man gelangt tiefer ins Unterbewusstsein, tiefer in alle emotionalen Schichten, ja, so unglaublich es manchen erscheinen mag, man kommt mit der Symbolarbeit sogar auf die Seelenebene. Damit betritt man einen Bereich, ich nenne es lieber eine neue Dimension, die freilich jeder traditionellen Medizin und auch den alternativen Methoden verschlossen ist. Das ist für mich die Erklärung für die unbegreiflichen Erfolgserlebnisse jener Menschen, die mit Symbolen und Essenzen gearbeitet haben.
In dieser Meinung haben mich auch die Umstände bestärkt, dass die Wirkung unabhängig davon eintritt, ob man daran glaubt, oder nicht. Ganz offensichtliche Skeptiker erhalten die gleiche Hilfe, ebenso ist es völlig egal, ob man irgendeiner Religion angehört oder nicht, ob man an einen Gott oder sonstige Schöpferkraft glaubt oder nicht. Der einzige Unterschied, den ich bisher feststellen konnte ist, dass die positive Wirkung der Hilfsmittel bei den Personen, die darauf vertrauen, etwas rascher zustande zu kommen scheint.
Ganz wichtig ist meiner Meinung, dass man mit den Symbolen und Essenzen nicht nur vorbeugend, sondern freilich auch kurativ, also wenn die körperlichen Krankheitssymptome längst schon manifest geworden sind, arbeiten kann. Praktisch bedeutet das, dass man in jedem fortgeschrittenen Stadium einer Erkrankung erfolgreich sein kann. Dafür gibt es eine Menge Beispiele aus der Praxis, über die ich mich ganz besonders freue, und vor allem dann, wenn Krankheitsfälle von sogenannten Spezialisten bereits als "austherapiert" aufgegeben wurden.
Dennoch bin ich der Meinung, dass die Hilfsmittel "aus der Engelwelt", wie sie gerne bezeichnet werden, keine Zauber- und Wundersachen sind, aber wunderbar helfen können. Ich vertrete die Überzeugung, dass mit ihnen Ergebnisse erreichbar sind, die man auf der Verstandesebene kaum nachvollziehen kann, da sie aus einer uns nicht bewusst zugänglichen Dimension kommen. Ganz wichtig erscheint mir die Feststellung, dass sie in Ergänzung zu den Errungenschaften der klassischen Medizin und der Erkenntnisse der Alternativen Methoden, nicht aber im Gegensatz dazu einsetzbar sind. Das erfordert freilich die Öffnung aller betreffenden Mitspieler in unseren gesundheitlichen Systemen und die Bereitschaft, alles, was uns angeboten und zur Verfügung gestellt wird, zum Wohle aller Lebewesen unseres Planeten einzusetzen.
Dienstag, 24. Januar 2012
Höhere Mathematik in der Politik: EU-Beitritt Kroatiens
Der österreichische Rundfunk und einige ebenfalls um objektive und seriöse Berichterstattung bemühte Tageszeitungen haben die jüngsten Wahlen in Kroatien auf spezielle Art ganz ordentlich verzerrt dargestellt. "Beim Referendum über den EU -Beitritt haben sich zwei Drittel der Bürger für Europa ausgesprochen!"
Klingt gut, stimmt aber nicht. In Kroatien leben 4,3 Millionen Menschen. Dazu kommen 400.000 Auslandskroaten, das macht zusammen 4,7 Millionen. Mit der obigen Schlagzeile wird der Eindruck vorgetäuscht, es könnten sich mehr als 3 Millionen Kroaten für den Beitritt ausgesprochen haben.
Tatsächlich lag die Wahlbeteiligung aber knapp unter 44 Prozent, das wären immerhin noch 630.000 Menschen. Wenn man aber alle nicht Wahlberechtigten (Babys, Kinder u.a.m. ) abzieht, bleiben rund 500.000 über. Davon haben 66 Prozent für den Beitritt gestimmt, also eher bescheidene ca. 330.000 Personen.
Im Endeffekt bedeutet das aber, dass sich von 4,7 Millionen Kroaten lediglich 330.000 für den Beitritt entschieden haben, das sind magere 7 Prozent. 93 Prozent aber haben sich nicht dafür entscheiden können. Eine Frage am Rand: Entscheidet in einer Demokratie wirklich immer die Mehrheit?
Meine Schlussfolgerung: Ein besonders großes Anliegen kann der EU-Beitritt für die Bevölkerung nicht sein. Von unseren Problemen und Brüsseler Auswüchsen hat man auch in Kroatien einiges mitbekommen. Als leidgeprüfter Europäer frage ich mich, ob sich Kroatien in die Reihe der Nettozahler eingliedern lassen wird, oder aber wie die meisten neuen Mitgliedsstaaten auf großzügige und üppige Spenden hoffen darf? Aber das ist wohl eine rhetorische Frage.
Jedenfalls bereitete der bescheidene Wahlerfolg wenigstens in den höchsten politischen Kreisen großen Jubel: "Für das Land beginnt ein neuer Abschnitt, ein besseres Leben" und "Das Jahr 2013 wird ein Wendepunkt in der Geschichte!"
Nun, ich bin trotz aller Erfahrungen noch immer für ein sinnvoll geeintes Europa und selbstverständlich auch für eine Aufnahme Kroatiens als wichtigen Teil unseres Kontinents. Ob der Zeitpunkt richtig ist, möchte ich bezweifeln, solange im gemeinsamen Haus noch so viele Probleme ungelöst sind. Was mich aber irritiert und zu diesen Zeilen Ausschlag gab, ist die Tatsache, wie ungeniert von den Verantwortlichen in der Politik und den Medien mit Zahlen und Prozenten jongliert wird, um Hörerinnen und LeserInnen durch Schlagzeilen irre zu führen und die Wahlberechtigten zu täuschen. Ist das noch demokratisch oder schon Demokratur?
Montag, 9. Januar 2012
Die junge Generation - besser als ihr Ruf
Das Institut für Jugendkulturforschung, ja das gibt es wirklich, hat aufgrund seiner neuesten Untersuchung der jungen Generation ein erschreckend schlechtes Zeugnis ausgestellt.
Angeblich interessieren sich die Teenis vor allem für ihr eigenes persönliches Wohlbefinden, für Lifestyle und einen sicheren Arbeitsplatz. Darüber hinaus zeigen sie wenig Mitgefühl für Arme und sonstige sozial Schwache, sind Fremden gegenüber eher ablehnend eingestellt und zeichnen sich durch materiellen Egoismus aus. Sind die wirklich so ganz anders als wir?
Mal abgesehen davon, daß nur 400 Personen befragt wurden, was ich für zu wenig repräsentativ halte um auf die Gesamtheit schließen zu können, sollten wir darüber ruhig nachdenken. Auch diese Umfrage hält uns einen Spiegel vor, in dem wir die Generation der Erwachsenen 1:1 wieder finden. Was ist da alles schiefgelaufen in den Familien, in Kindergärten und Schulen, in der Politik, in der Wirtschaft, ja in unserer ganzen Gesellschaft? Was wurde der Jugend vorgelebt, welche Werte und Ideale wurden vermittelt, welche Ziele und Visionen wurden zerstört?
Es wäre leichtfertig, sich über die Ergebnisse einfach hinweg zu setzen, denn das sind Fingerzeige für anstehende Veränderungen. Mit Hilfe aller uns zur Verfügung stehenden Methoden, ich denke hier vor allem an die neuen, fundamentalen Erfahrungen mit der Spirituellen Pädagogik (www.spirituellepaedagogik.com), könnten wir die heranwachsenden Generationen von Anbeginn auf einen guten Weg bringen und begleiten. Idealerweise ist das ohnehin derselbe Weg, den die Kinder der Neuen Zeit, die Kristallkinder, dringend suchen und gehen wollen. So könnten Wandel und Veränderung auf harmonische Weise zum Wohl aller geschehen!
Daher sehe ich keinen Grund, angesichts der Studie zu resignieren und alles hinzuschmeißen. Ich kenne viele Familien, deren Nachwuchs aus anderem Holz geschnitzt ist als das Institut ermittelt hat. Für diese Jugendlichen gab es immer einige positive Vorbilder im Umfeld und sie halten nach Zielen Ausschau, die ihr Leben ausfüllen. Wie z. B. im Beruf ihre Berufung sehen und nicht bloß einen Job für die Absicherung ihrer materielle Bedürfnisse.
Es liegt an uns, die Kinder und Jugendlichen zu fördern und zu bestärken, dann braucht uns auch vor unserer eigenen Zukunft, aber ebenso vor der unseres Planeten nicht bange zu sein.
Dienstag, 20. Dezember 2011
An die Arbeitsfront mit den Rentnern!
Philosophie ist schon was ganz Spezielles. Aus dem Griechischen übersetzt heißt das: Liebe zur Weisheit. Als Philosophen bezeichnet man daher jene Leute, die nach begründeten Einsichten suchen und nach Weisheit streben. Ein wahrhaft hohes Ziel für kluge Köpfe, die auf der Verstandesebene, also im "Einser-Programm" zuhause sind und mit der Spiritualität so gut wie nichts anfangen können. Demgemäß hat sich die Philosophie über tausende Jahre zu einer Erfolgsgeschichte bemerkenswerter Erkenntnisse, aber auch gravierender Fehlleistungen entwickelt.
Gerade heutzutage sind neben stillen Denkern vor allem sehr Publicity-süchtige Geistesblitze unterwegs, die sich allzu gerne mit flotten Sagern ins Rampenlicht schieben und markige Sprüche klopfen. Nicht selten kokettieren sie damit, als Bestsellerautoren zu reüssieren.
Kürzlich war in der Tagespresse über die atemberaubenden Erkenntnisse eines gewissen Richard David Precht zu lesen. Oftmals ist ja die Bedeutung eines zeitgenössischen Philosophen bereits an der Aufzählung von mindestens zwei seiner Vornamen eindeutig zu erkennen. Selbst der unbedarften Leserschaft wird an dieser Stelle klar, dass hier ein Geisteshero Großes von sich gibt.
Der Ruhestand, so sprach der Herr, sei kein erstrebenswertes Ziel. Diese Kernaussage sollten wir uns doch mit Bedacht, aber genüsslich, auf der Zunge zergehen lassen, zumal Herr Precht von dieser Altersschranke noch erfreulich weit entfernt ist. Aus sicherer Entfernung redet sich´s halt leichter.
Als Deutscher ist ihm, und das entschuldigt einiges, das Mysterium der österreichischen Seele zu wenig vertraut. Wir jedoch wissen spätestens seit Erwin Ringel, dass der typische Österreicher als Sängerknabe zur Welt kommt, im Laufe seines Lebens zum Lippizaner reift um ehebaldigst als Beamter den ersehnten Ruhestand anzupeilen. Den langen Lebensabend versüßt er sich verdientermaßen mit Mannerschnitten und Mozartkugeln.
Unser deutscher Denker bietet einen wundervollen Lösungsansatz für seine Fiktion: Jeder rüstige Pensionist ( wahrscheinlich schließt er auch Pensionistinnen in sein Modell mit ein) soll exakt 15 Stunden pro Woche ein soziales Pflichtjahr leisten und dabei ehrenamtlich, also gratis, weiterarbeiten. Zum Beispiel als Coach für Kinder, als Deutschlehrer für Migranten oder, und das schlägt sogar dem Fass des Diogenes den Boden aus, als Altenbetreuer noch ältere Schicksalsgenossen pflegen.
Geht´s noch? Scherz oder humorvoller Wahnwitz? Oder eine Karnevalsnummer? Aber jetzt mal ernsthaft: Wer ist rüstig, wer entscheidet darüber?
Wie soll ein durch den aufreibenden Bürodienst ausgelaugter Gemeindeangestellter, wie ein dem Vaterland bis zum drohenden Heldentod dienender Berufssoldat, wie ein ausgebrannter Eisenbahner - und diese Liste könnte man beliebig verlängern - noch die Kraft und die Motivation aufbringen, z.B. jene Kids zu coachen, deren selbst die geschulten Pädagogen nicht Herr werden?
Wie soll ein aufrechter und gesinnungstreuer Staatsdiener, der Tag und Nacht alle Strophen unserer Bundeshymne von vorne nach hinten und zurück fehlerlos rezitieren kann und am Nationalfeiertag unaufgefordert die Fahne aus dem Fenster flattern lässt, der sogar im Urlaub an jedem Strand der Welt zeigt, wo die Kultur zu Hause ist, wie soll so einer unseren geschätzten Zuwanderern in allen vier Generationen die deutsche Sprache näher bringen, wenn doch die Mehrzahl der gestandenen Österreicher noch nicht den dritten vom vierten Fall unterscheiden können? Auf den zweiten Fall möchte ich hier verschämt lieber nicht näher eingehen.
Zuletzt, wie soll ein Alter andere Alte richtig pflegen und betreuen? Wer zeppelt noch schnell genug, wer zittert mehr, wer kann besser schwächeln? Hier stellt sich das olympische Wetteifern so richtig auf den Kopf: Langsamer, kürzer, tiefer!
Jetzt sind wir genau am Punkt, denn tiefgründiger geht es wohl nicht mehr. Eine zwangsweise Verpflichtung dazu, jemandem anderen Gutes zu tun, schlägt immer ins Gegenteil um. Ohne eine persönliche Motivation kann es keinen Erfolg geben. Breiten wir also mit Nachsicht und einem verzeihenden Lächeln die Decke des Vergessens über eine philosophische Schnapsidee. Verlassen wir uns lieber auf die idealistische Bereitschaft von Mitmenschen, die freiwillig anderen Gutes tun wollen. Der Vordenker hat zumindest ein Ziel erreicht, denn Leute wie ich haben sich mit der Skurrilität auseinandergesetzt.
Ich erinnere mich an ein lateinisches Sprichwort, das ganz gut zu dieser Geschichte passt:"Si tacuisses philosophus mansisses". Frei übersetzt heißt das: "Hättest du doch lieber geschwiegen, hätte man dich doch tatsächlich für einen Philosophen halten können!"
Montag, 7. November 2011
"Papa...chaotis" oder wer?
Klingt es nicht wie eine Ironie des Schicksals, dass das Wort „KRISE“ aus dem alten griechischen Sprachschatz stammt? Krise steht für die Entscheidung in einer schwierigen Situation vor einer Wendung zum Guten oder zum Schlechten. Wie gut wäre da für uns die Prophezeiung einer modernen Kassandra, auf die man wenigstens diesmal hören könnte. Doch leider hat die ahnungslose Politik jahrelang auf das Geschwätz selbsternannter Experten gesetzt und prompt unser aller Spieleinsatz verloren. Erst seit kurzer Zeit kann man da und dort zögerliche Eingeständnisse vernehmen, dass scheinbar keiner mehr wirklich weiß, wie es weitergehen soll.
Im schönen Griechenland fuhrwerkt seit vielen Jahren ein umtriebiger Regierungschef, der nicht nur sein Volk getäuscht, sondern auch die befreundeten Partnerstaaten in die Irre geführt hat. Wer mit falschen Zahlen jongliert, um unberechtigte Vorteile zu erschleichen, gilt in breiten gesellschaftlichen Kreisen schlichtweg als Betrüger. In der hohen Politik aber werden den „ehrenhaften“ Staatsmännern bis zu ihrem Abtreten Achtung und Respekt gezollt. Selbst dann noch, wenn allen klar wird, dass der Karren mit vollem Tempo in den Graben gefahren wurde. Auch dann noch, wenn sie das Geld anderer in astronomischer Höhe eingesackt haben und im selben Atemzug von den Partnern noch mehr Solidarität fordern.
Die Begriffe von Ehre und Anstand haben im Laufe der Zeit einen auffälligen Wertewandel erfahren. Heutzutage wird einem ausgekochten Schlitzohr schon im Alltag eine gewisse Anerkennung und Bewunderung entgegengebracht. Solche Menschen haben sich geschickt Vorteile verschafft und auf Veränderungen rasch und pfiffig reagiert, um mehr Geld zu machen als die anderen Zeitgenossen. Wenn dabei die geltenden Spielregeln verletzt und Gutgläubige übertölpelt wurden, war das vielleicht nicht ganz in Ordnung, aber chic und super cool.
Vor wenigen Jahrhunderten sah man solches Verhalten noch ganz anders: Schon kleine Betrügereien wurden mit einer signifikanten Körperstrafe belegt. Ein kleiner Schlitz im Ohr sollte alle davor warnen, zu sorglos und vertrauensvoll mit dem Gezeichneten umzugehen. Wir wollen ja nicht zurück ins sogenannte „finstere“ Mittelalter, aber ein amüsanter Gedanke sei mir doch gestattet: Wie würden unsere Volksvertreter, unsere prominenten Manager, Banker und Geschäftsleute mit den Ohren wackeln? Wie würde die Regenbogenpresse jammern und klagen, wenn ihr so manche schillernde Persönlichkeit, so mancher bunter Vogel für Klatsch und Tratsch abhanden käme?
Im schönen Griechenland fuhrwerkt seit vielen Jahren ein umtriebiger Regierungschef, der nicht nur sein Volk getäuscht, sondern auch die befreundeten Partnerstaaten in die Irre geführt hat. Wer mit falschen Zahlen jongliert, um unberechtigte Vorteile zu erschleichen, gilt in breiten gesellschaftlichen Kreisen schlichtweg als Betrüger. In der hohen Politik aber werden den „ehrenhaften“ Staatsmännern bis zu ihrem Abtreten Achtung und Respekt gezollt. Selbst dann noch, wenn allen klar wird, dass der Karren mit vollem Tempo in den Graben gefahren wurde. Auch dann noch, wenn sie das Geld anderer in astronomischer Höhe eingesackt haben und im selben Atemzug von den Partnern noch mehr Solidarität fordern.
Die Begriffe von Ehre und Anstand haben im Laufe der Zeit einen auffälligen Wertewandel erfahren. Heutzutage wird einem ausgekochten Schlitzohr schon im Alltag eine gewisse Anerkennung und Bewunderung entgegengebracht. Solche Menschen haben sich geschickt Vorteile verschafft und auf Veränderungen rasch und pfiffig reagiert, um mehr Geld zu machen als die anderen Zeitgenossen. Wenn dabei die geltenden Spielregeln verletzt und Gutgläubige übertölpelt wurden, war das vielleicht nicht ganz in Ordnung, aber chic und super cool.
Vor wenigen Jahrhunderten sah man solches Verhalten noch ganz anders: Schon kleine Betrügereien wurden mit einer signifikanten Körperstrafe belegt. Ein kleiner Schlitz im Ohr sollte alle davor warnen, zu sorglos und vertrauensvoll mit dem Gezeichneten umzugehen. Wir wollen ja nicht zurück ins sogenannte „finstere“ Mittelalter, aber ein amüsanter Gedanke sei mir doch gestattet: Wie würden unsere Volksvertreter, unsere prominenten Manager, Banker und Geschäftsleute mit den Ohren wackeln? Wie würde die Regenbogenpresse jammern und klagen, wenn ihr so manche schillernde Persönlichkeit, so mancher bunter Vogel für Klatsch und Tratsch abhanden käme?
Mittwoch, 7. September 2011
Gesunde Geschäfte mit der Geburt
Seit es Menschen gibt, ist eine Geburt die natürlichste Sache der Welt. Und immer schon gab es Frauen, die den Schwangeren bei der Entbindung halfen und zur Seite standen.
Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit und eine Geburt kein Unfall. Die Leistungen der Medizin sollten sich daher in erster Linie auf jene Fälle konzentrieren, in denen Komplikationen und Gefährdungen von Mutter und Kind zu befürchten sind. Laut einer Aussendung der Weltgesundheitsorganisation der UNO betrifft dieses Risiko nur 15 Prozent aller Schwangerschaften.
Tatsächlich aber hat sich in unserer modernen Gesellschaft das öffentliche Gesundheitswesen der Thematik angenommen, womit zweifellos viele Vorteile verbunden sind, und eine beherrschende Rolle beansprucht. Leider geht es dabei nicht nur um das Wohl der Schwangeren und ihrer Babys, sondern auch um geschäftliche Interessen, um sehr viel Geld.
Wen wundert es daher, wenn die relativ kleine Gruppe der selbstständigen Hebammen mit dem Rücken zur Wand steht und gegen den übermächtigen Gesundheitsapparat nur noch hinhaltenden Widerstand leisten kann? Wen wundert es, dass die natürlichen Geburten rückläufig sind und die Kaiserschnitt-Entbindungen forciert werden? Bereits jedes dritte Kind kommt durch diesen Eingriff zur Welt.
Nur ein paar Zahlen dazu, die der Zeitschrift „Der Spiegel“ vom 15. August dieses Jahres entnommen sind, um die bedenkliche Entwicklung zu verdeutlichen:
Für den Besuch einer selbstständigen Hebamme am Wochenbett bezahlen die Krankenkassen 27 Euro brutto. Wer sein Auto in einer Werkstätte reparieren lässt, bezahlt einen Stundensatz von etwa 80 Euro. Kind oder Auto, was ist unserer Gesellschaft mehr wert?
Über 90 Prozent der Entbindungen geschehen in den Krankenhäusern, somit sind
nur noch bei weniger als 10 Prozent freiberufliche Hebammen anwesend.
Die Kosten für eine natürliche Geburt belaufen sich im Krankenhaus auf über 1500 Euro, für Kaiserschnittentbindungen aber auf mehr als 3000 Euro.
Untereinander orientieren sich die Krankenhäuser an Statistiken, die aufzeigen, wer sich unter oder über dem Durchschnitt bewegt. Ein echter Ansporn für Nachzügler, mehr Kaiserschnitte anzubieten.
Ist wirklich jeder ein Schelm, der bei solchen Vorgängen eher an gesunde Profite als an gesundheitliche Notwendigkeiten denkt?
Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit und eine Geburt kein Unfall. Die Leistungen der Medizin sollten sich daher in erster Linie auf jene Fälle konzentrieren, in denen Komplikationen und Gefährdungen von Mutter und Kind zu befürchten sind. Laut einer Aussendung der Weltgesundheitsorganisation der UNO betrifft dieses Risiko nur 15 Prozent aller Schwangerschaften.
Tatsächlich aber hat sich in unserer modernen Gesellschaft das öffentliche Gesundheitswesen der Thematik angenommen, womit zweifellos viele Vorteile verbunden sind, und eine beherrschende Rolle beansprucht. Leider geht es dabei nicht nur um das Wohl der Schwangeren und ihrer Babys, sondern auch um geschäftliche Interessen, um sehr viel Geld.
Wen wundert es daher, wenn die relativ kleine Gruppe der selbstständigen Hebammen mit dem Rücken zur Wand steht und gegen den übermächtigen Gesundheitsapparat nur noch hinhaltenden Widerstand leisten kann? Wen wundert es, dass die natürlichen Geburten rückläufig sind und die Kaiserschnitt-Entbindungen forciert werden? Bereits jedes dritte Kind kommt durch diesen Eingriff zur Welt.
Nur ein paar Zahlen dazu, die der Zeitschrift „Der Spiegel“ vom 15. August dieses Jahres entnommen sind, um die bedenkliche Entwicklung zu verdeutlichen:
Für den Besuch einer selbstständigen Hebamme am Wochenbett bezahlen die Krankenkassen 27 Euro brutto. Wer sein Auto in einer Werkstätte reparieren lässt, bezahlt einen Stundensatz von etwa 80 Euro. Kind oder Auto, was ist unserer Gesellschaft mehr wert?
Über 90 Prozent der Entbindungen geschehen in den Krankenhäusern, somit sind
nur noch bei weniger als 10 Prozent freiberufliche Hebammen anwesend.
Die Kosten für eine natürliche Geburt belaufen sich im Krankenhaus auf über 1500 Euro, für Kaiserschnittentbindungen aber auf mehr als 3000 Euro.
Untereinander orientieren sich die Krankenhäuser an Statistiken, die aufzeigen, wer sich unter oder über dem Durchschnitt bewegt. Ein echter Ansporn für Nachzügler, mehr Kaiserschnitte anzubieten.
Ist wirklich jeder ein Schelm, der bei solchen Vorgängen eher an gesunde Profite als an gesundheitliche Notwendigkeiten denkt?
Samstag, 13. August 2011
Stierkampf in Palma – Oh je statt Olé !
Eigentlich hatte ich mich im Vorjahr sehr über die Nachricht gefreut, dass in Katalonien angeblich keine Stierkämpfe mehr stattfinden würden. Endlich, so glaubte ich, ist auch die Kulturnation Spanien wenigstens teilweise in der humanitären Gegenwart Europas angekommen. Sind doch Tierkämpfe und Tierhetzen seit der Aufklärung, also bereits seit ein paar Jahrhunderten, längst verpönt. Ich hoffte, dass wahrscheinlich auch Kastilien diesem guten Beispiel der Katalanen in absehbarer Zeit folgen würde.
Umso betroffener las ich eine Zeitungsmeldung, dass die blutrünstige Tierquälerei zumindest am 11. August in Palma doch wieder abgehalten werde. Ein beschämender Rückfall in alte Zeiten. Steckt da bloß Geschäftsgier oder ein politischer Rückzieher dahinter, um sich einem nachhaltig rückständigen kleinen Teil der Bevölkerung wieder anzubiedern?
Spanier scheinen zu Tieren im Allgemeinen, höflich gesagt, ein sehr ambivalentes Verhältnis zu haben: Einerseits werden streunende Hauskatzen in öffentlichen Aktionen eigefangen, kastriert und danach wieder ausgesetzt. Einerseits tragen viele Damen ihre verwöhnten Schoßhündchen wie Babys auf den Armen. Andererseits liest man immer wieder vom verzweifelten Kampf einiger Tierschützer gegen die systematische Tötung herrenloser Hunde in sogenannten Tierheimen, und eben von der Wiedereinführung des ritualisierten Stierschindens. Ich bin nur froh, dass alle meine spanischen FreundInnen dagegen sind. Aber, wer soll sich bei all den widersprüchlichen Aktionen noch auskennen, wo`s da langgeht ?
Umso betroffener las ich eine Zeitungsmeldung, dass die blutrünstige Tierquälerei zumindest am 11. August in Palma doch wieder abgehalten werde. Ein beschämender Rückfall in alte Zeiten. Steckt da bloß Geschäftsgier oder ein politischer Rückzieher dahinter, um sich einem nachhaltig rückständigen kleinen Teil der Bevölkerung wieder anzubiedern?
Spanier scheinen zu Tieren im Allgemeinen, höflich gesagt, ein sehr ambivalentes Verhältnis zu haben: Einerseits werden streunende Hauskatzen in öffentlichen Aktionen eigefangen, kastriert und danach wieder ausgesetzt. Einerseits tragen viele Damen ihre verwöhnten Schoßhündchen wie Babys auf den Armen. Andererseits liest man immer wieder vom verzweifelten Kampf einiger Tierschützer gegen die systematische Tötung herrenloser Hunde in sogenannten Tierheimen, und eben von der Wiedereinführung des ritualisierten Stierschindens. Ich bin nur froh, dass alle meine spanischen FreundInnen dagegen sind. Aber, wer soll sich bei all den widersprüchlichen Aktionen noch auskennen, wo`s da langgeht ?
Montag, 4. Juli 2011
Der böse „Fünfer“ ist an allem Schuld
Das Schuljahr ist fast überall schon zu Ende und damit auch die unvermeidliche Zeugnisverteilung. Kurz davor ist einigen wackeren österreichischen Bildungspolitikern rasch noch ein „wahrer Geniestreich“ eingefallen:
Mit drei „Fünfern“ (österr. Ausdruck für „Nicht Genügend“) sollte niemand mehr „sitzenbleiben“ und die Klasse wiederholen müssen. Was auf den ersten Blick fast wie eine humanitäre Großtat der modernen Pädagogik erscheint, womit alle Schulängste schlagartig beseitigt würden, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als klassischer Schuss ins Knie.
Warum gerade drei und nicht vier oder gar alle „Fünfer“ obsolet werden sollten, bleibt unklar. Genauso gut könnte man den „Fünfer“ generell abschaffen und endlich alle SchülerInnen nur nach noch einer Notenskala zwischen 1 und 4, aber immer positiv beurteilen. Kein Jahr mehr verlieren, eine „Win-Win-Situation“?
Nachteile, die mit dieser Neuerung verknüpft sind, werden kaum diskutiert und darum soll rasch ein neues Gesetz her. Unberücksichtigt bleibt, dass jeder Mensch, Leistungsanreize braucht und die Chance, sich von anderen durch seinen persönlichen Einsatz und seine besonderen Fähigkeiten zu differenzieren. Dies liegt in unserer Natur, im Selbsterhaltungstrieb und äußert sich in vielen Lebensbereichen. Denken wir nur an die sportlichen Wettkämpfe: Wer besser ist, wird Sieger.
Wollen wir die bequemen und uninteressierten Mitschwimmer fördern, die sich durch die Schule treiben lassen und nur auf ein halbwegs gutes Abschlusszeugnis aus sind? Alle Anstrengungsbereiten, die diese Tendenz durchschauen, werden früher oder später nachlassen und achselzuckend resignieren. So passt sich das Niveau nach unten an. Grüß Gott, liebe PISA-Studie!
Was leider wieder in weite Ferne gerückt wird, ist eine echte, umfassende Bildungsreform. Es ist halt einfacher und populistisch, nur an kleinen Schrauben herumzudrehen, als ein neues Getriebe zu bauen. Lieber kleckern als klotzen!
Wann werden endlich umfassende Aspekte der Bildung beachtet, wann wird alternativen und komplementären Erziehungsmethoden mehr Raum gegeben, wann wird endlich auch die spirituelle Komponente Berücksichtigung finden? Wann wird endlich das vollständige Menschenbild in den Brennpunkt der modernen Pädagogik gestellt?
Mit drei „Fünfern“ (österr. Ausdruck für „Nicht Genügend“) sollte niemand mehr „sitzenbleiben“ und die Klasse wiederholen müssen. Was auf den ersten Blick fast wie eine humanitäre Großtat der modernen Pädagogik erscheint, womit alle Schulängste schlagartig beseitigt würden, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als klassischer Schuss ins Knie.
Warum gerade drei und nicht vier oder gar alle „Fünfer“ obsolet werden sollten, bleibt unklar. Genauso gut könnte man den „Fünfer“ generell abschaffen und endlich alle SchülerInnen nur nach noch einer Notenskala zwischen 1 und 4, aber immer positiv beurteilen. Kein Jahr mehr verlieren, eine „Win-Win-Situation“?
Nachteile, die mit dieser Neuerung verknüpft sind, werden kaum diskutiert und darum soll rasch ein neues Gesetz her. Unberücksichtigt bleibt, dass jeder Mensch, Leistungsanreize braucht und die Chance, sich von anderen durch seinen persönlichen Einsatz und seine besonderen Fähigkeiten zu differenzieren. Dies liegt in unserer Natur, im Selbsterhaltungstrieb und äußert sich in vielen Lebensbereichen. Denken wir nur an die sportlichen Wettkämpfe: Wer besser ist, wird Sieger.
Wollen wir die bequemen und uninteressierten Mitschwimmer fördern, die sich durch die Schule treiben lassen und nur auf ein halbwegs gutes Abschlusszeugnis aus sind? Alle Anstrengungsbereiten, die diese Tendenz durchschauen, werden früher oder später nachlassen und achselzuckend resignieren. So passt sich das Niveau nach unten an. Grüß Gott, liebe PISA-Studie!
Was leider wieder in weite Ferne gerückt wird, ist eine echte, umfassende Bildungsreform. Es ist halt einfacher und populistisch, nur an kleinen Schrauben herumzudrehen, als ein neues Getriebe zu bauen. Lieber kleckern als klotzen!
Wann werden endlich umfassende Aspekte der Bildung beachtet, wann wird alternativen und komplementären Erziehungsmethoden mehr Raum gegeben, wann wird endlich auch die spirituelle Komponente Berücksichtigung finden? Wann wird endlich das vollständige Menschenbild in den Brennpunkt der modernen Pädagogik gestellt?
Sonntag, 22. Mai 2011
Obama – Wenn eine Lichtgestalt verblasst
Als er zum Präsidenten gewählt wurde, haben mich Freude, große Hoffnungen und Erwartungen erfüllt. Die üble Bush-Ära, die vom Anbeginn seiner ziemlich suspekten Wahl an bis hin zu seinem unrühmlichen Abtreten eine blutige Spur aus Lügen, Betrug und Tod auf unserem Planeten gezogen hatte, war endlich vorüber und nun konnte sich in den USA alles nur zum Besseren wenden. So dachte ich.
Auf mich wirkte Obama offen und ehrlich, und vor allem einmal nicht von mächtigen Interessengruppen aus dem Hintergrund gesteuert. Heute bin ich mir nicht mehr so sicher, ob er nicht bloß als Vorzeigemodell benützt und missbraucht wurde, um die Weltöffentlichkeit hinters Licht zu führen. Die von ihm anfangs geäußerten Ideale, seine sozialen und wirtschaftlichen, vor allem aber seine humanitären Ankündigungen sind fast alle im Ansatz stecken geblieben.
Nach wie vor bezeichnet sich die USA als ein den Menschenrechten und allen sonstigen westlichen Werten verpflichteter Rechtsstaat, zeigt in der Wirklichkeit aber immer wieder das Gehabe eines Rambos, eines Determinators, eines schießwütigen Wildwesthelden, der sich über alle Regeln der Zivilisation hinwegzusetzen bereit ist, um seine Wünsche und Ziele gewaltsam durchzusetzen. Für die nächste Zukunft lässt das leider nichts Gutes erwarten.
Ein paar Beispiele gefällig, die meine Bedenken verdeutlichen? Im Wirtschaftsbereich rotieren die Dollar-Druckmaschinen mit Höchstgeschwindigkeit. Einer Flut von Papiergeld in schwindelerregendem Ausmaß stehen zu wenig geschaffene Werte gegenüber. Im Außen ist bis heute nicht ein einziger großer Konflikt gelöst. Aus dem ausgepressten Irak fließt zwar reichlich Öl nach Amerika, aber die Probleme des Landes sind völlig offen. Naja, Saddam Hussein wurde „erledigt“, das war es aber auch schon. Seine Nachfolger tanzen nach der US-Pfeife.
In Afghanistan ist ebenfalls kein Ende des Krieges abzusehen. Naja, der Erzfeind Bin Laden wurde „erledigt“. Und die Marionettenregierung tanzt an den Fäden der US-Politik.
Und Guantanamo gibt es noch immer, wo Verdächtige gefangen gehalten und unter medizinischer Beihilfe systematisch gefoltert werden, obwohl die breite internationale Öffentlichkeit genau weiß, dass auch Unschuldige mitbetroffen sind. Soll das eines sogenannten Rechtsstaates würdig sein?
Ich möchte hier gar nicht näher eingehen, dass mehrere Nato-Mitgliedsstaaten sich blauäugig in die kriegerischen Eskapaden hineinmanövrieren ließen. Darüber haben sich schon viele berufene Experten, die besser als ich informiert sein müssen, geäußert. Ich möchte auch nicht auf die Umstände des Überfalls auf Bin Laden eingehen, einem skrupellosen Massenmörder, der sich über das Leben Unschuldiger tausendfach hinweggesetzt hat. Um aus diesem Anlass aber völkerrechtliche Überlegungen anzustellen, grenzt an makabre Gedankenspielerei. Aus unseren täglichen Erfahrungen wissen wir, dass die Regeln des Völkerrechts von den mächtigen Nationen ohnehin nur eingehalten werden, wenn sie ihnen nützen oder wenn sie kleine und militärisch schwächere Nationen zur Einhaltung dieser Spielregeln zwingen können.
Genug der Beispiele, die ich noch länger fortsetzen könnte. Lieber möchte ich meinen Blick auf die nächste Zukunft richten und hoffen, dass Obama nicht länger als Spielball von macht- und geldgierigen Gruppierungen benützt wird. Es wäre schade, denn die Welt wäre um einen Hoffnungsschimmer ärmer. Lasst uns versuchen, gemeinsam etwas im Rahmen unserer Möglichkeiten zu tun: Unsere Stimme erheben, wenn es nottut, als Lichtarbeiter wirken, Gebete und Energie schicken und im morphogenetischen Feld unseres Planeten Positives zu verankern. Worauf warten wir noch? Gehen wir es an!
Auf mich wirkte Obama offen und ehrlich, und vor allem einmal nicht von mächtigen Interessengruppen aus dem Hintergrund gesteuert. Heute bin ich mir nicht mehr so sicher, ob er nicht bloß als Vorzeigemodell benützt und missbraucht wurde, um die Weltöffentlichkeit hinters Licht zu führen. Die von ihm anfangs geäußerten Ideale, seine sozialen und wirtschaftlichen, vor allem aber seine humanitären Ankündigungen sind fast alle im Ansatz stecken geblieben.
Nach wie vor bezeichnet sich die USA als ein den Menschenrechten und allen sonstigen westlichen Werten verpflichteter Rechtsstaat, zeigt in der Wirklichkeit aber immer wieder das Gehabe eines Rambos, eines Determinators, eines schießwütigen Wildwesthelden, der sich über alle Regeln der Zivilisation hinwegzusetzen bereit ist, um seine Wünsche und Ziele gewaltsam durchzusetzen. Für die nächste Zukunft lässt das leider nichts Gutes erwarten.
Ein paar Beispiele gefällig, die meine Bedenken verdeutlichen? Im Wirtschaftsbereich rotieren die Dollar-Druckmaschinen mit Höchstgeschwindigkeit. Einer Flut von Papiergeld in schwindelerregendem Ausmaß stehen zu wenig geschaffene Werte gegenüber. Im Außen ist bis heute nicht ein einziger großer Konflikt gelöst. Aus dem ausgepressten Irak fließt zwar reichlich Öl nach Amerika, aber die Probleme des Landes sind völlig offen. Naja, Saddam Hussein wurde „erledigt“, das war es aber auch schon. Seine Nachfolger tanzen nach der US-Pfeife.
In Afghanistan ist ebenfalls kein Ende des Krieges abzusehen. Naja, der Erzfeind Bin Laden wurde „erledigt“. Und die Marionettenregierung tanzt an den Fäden der US-Politik.
Und Guantanamo gibt es noch immer, wo Verdächtige gefangen gehalten und unter medizinischer Beihilfe systematisch gefoltert werden, obwohl die breite internationale Öffentlichkeit genau weiß, dass auch Unschuldige mitbetroffen sind. Soll das eines sogenannten Rechtsstaates würdig sein?
Ich möchte hier gar nicht näher eingehen, dass mehrere Nato-Mitgliedsstaaten sich blauäugig in die kriegerischen Eskapaden hineinmanövrieren ließen. Darüber haben sich schon viele berufene Experten, die besser als ich informiert sein müssen, geäußert. Ich möchte auch nicht auf die Umstände des Überfalls auf Bin Laden eingehen, einem skrupellosen Massenmörder, der sich über das Leben Unschuldiger tausendfach hinweggesetzt hat. Um aus diesem Anlass aber völkerrechtliche Überlegungen anzustellen, grenzt an makabre Gedankenspielerei. Aus unseren täglichen Erfahrungen wissen wir, dass die Regeln des Völkerrechts von den mächtigen Nationen ohnehin nur eingehalten werden, wenn sie ihnen nützen oder wenn sie kleine und militärisch schwächere Nationen zur Einhaltung dieser Spielregeln zwingen können.
Genug der Beispiele, die ich noch länger fortsetzen könnte. Lieber möchte ich meinen Blick auf die nächste Zukunft richten und hoffen, dass Obama nicht länger als Spielball von macht- und geldgierigen Gruppierungen benützt wird. Es wäre schade, denn die Welt wäre um einen Hoffnungsschimmer ärmer. Lasst uns versuchen, gemeinsam etwas im Rahmen unserer Möglichkeiten zu tun: Unsere Stimme erheben, wenn es nottut, als Lichtarbeiter wirken, Gebete und Energie schicken und im morphogenetischen Feld unseres Planeten Positives zu verankern. Worauf warten wir noch? Gehen wir es an!
Montag, 2. Mai 2011
Angst ist ein schlechter Ratgeber, oder etwa nicht?
In vielen Situationen bewahrheitet sich dieses Sprichwort. Fast jeder hat schon einmal so große Angst gehabt, dass er nicht mehr ganz klar denken und im Augenblick nicht richtig entscheiden konnte.
Aber für fast jede Regel gibt es auch Ausnahmen. So hat die Angst vor der atomaren Katastrophe, wie sie sich in Japan ereignet hat, unmittelbare Auswirkungen auf alle Menschen dieser Welt. Während die meisten Politiker und ganz bestimmte Wirtschaftskreise sich emsig bemühten, die Gefahr zu verharmlosen und die Bevölkerung durch gezielte Falschmeldungen zu beruhigen, gingen diese Bemühungen in Deutschland ins Leere.
Aber nicht, weil dort die Atomreaktoren absolut sicher und die Politiker besonders verantwortungsvoll und vorausschauend sind, sondern weil „ganz zufällig“ Wahlen unmittelbar vor der Tür standen. Und genau in diesem kurzen Moment, in diesem kleinen „Zeitfenster“, können die Wähler ihre Mandatare an der empfindlichsten Stelle treffen: Bei ihrer Angst um Einfluss, Macht und Geld.
So prallte die Angst der Bevölkerung auf die Angst der Politiker. Rasch richteten die Mandatare ihre Wendejacken nach dem frischen Wind und wechselten blitzschnell ihre Überzeugung. Gut möglich, dass dieser Vorgang in späteren Geschichtsbüchern als „Sternstunde der Demokratie“ Eingang finden wird.
Hoffentlich greift das gute Beispiel Deutschlands noch auf weitere Staaten über, sodass allmählich sogar weltweit der Rückzug aus der Sackgasse „Atomenergie“ beginnen kann.
Ich persönlich setze nicht nur auf die Vernunft der Mehrzahl aller Bewohner unseres Planeten, sondern auch auf die Wirksamkeit innerhalb des weltumspannenden morphogenetischen Feldes. Denn unserem „Massenbewusstsein“, also dem morphogenetischen Feld, in dem all unsere Absichten und Intentionen abgespeichert sind, genügt es schon, dass sich ein gewisser Teil der Weltbevölkerung für Alternativen zur Atomenergie entscheidet, damit sich die Gesamtheit in eine neue Richtung bewegt und sich nicht mehr durch Angst manipulieren lässt.
Aber für fast jede Regel gibt es auch Ausnahmen. So hat die Angst vor der atomaren Katastrophe, wie sie sich in Japan ereignet hat, unmittelbare Auswirkungen auf alle Menschen dieser Welt. Während die meisten Politiker und ganz bestimmte Wirtschaftskreise sich emsig bemühten, die Gefahr zu verharmlosen und die Bevölkerung durch gezielte Falschmeldungen zu beruhigen, gingen diese Bemühungen in Deutschland ins Leere.
Aber nicht, weil dort die Atomreaktoren absolut sicher und die Politiker besonders verantwortungsvoll und vorausschauend sind, sondern weil „ganz zufällig“ Wahlen unmittelbar vor der Tür standen. Und genau in diesem kurzen Moment, in diesem kleinen „Zeitfenster“, können die Wähler ihre Mandatare an der empfindlichsten Stelle treffen: Bei ihrer Angst um Einfluss, Macht und Geld.
So prallte die Angst der Bevölkerung auf die Angst der Politiker. Rasch richteten die Mandatare ihre Wendejacken nach dem frischen Wind und wechselten blitzschnell ihre Überzeugung. Gut möglich, dass dieser Vorgang in späteren Geschichtsbüchern als „Sternstunde der Demokratie“ Eingang finden wird.
Hoffentlich greift das gute Beispiel Deutschlands noch auf weitere Staaten über, sodass allmählich sogar weltweit der Rückzug aus der Sackgasse „Atomenergie“ beginnen kann.
Ich persönlich setze nicht nur auf die Vernunft der Mehrzahl aller Bewohner unseres Planeten, sondern auch auf die Wirksamkeit innerhalb des weltumspannenden morphogenetischen Feldes. Denn unserem „Massenbewusstsein“, also dem morphogenetischen Feld, in dem all unsere Absichten und Intentionen abgespeichert sind, genügt es schon, dass sich ein gewisser Teil der Weltbevölkerung für Alternativen zur Atomenergie entscheidet, damit sich die Gesamtheit in eine neue Richtung bewegt und sich nicht mehr durch Angst manipulieren lässt.
Dienstag, 5. April 2011
Brüsseler Spitzen-Leistungen
Für einen überdurchschnittlich hohen Unterhaltungswert waren die Entscheidungen der nach Brüssel entsandten Politiker und ihre ebenso üppig besoldeten Beamtenschaft schon öfters gut. Immer wieder sorgten sie für Überraschungen, die man selten mit Schmunzeln, häufiger schon mit Kopfschütteln und Verständnislosigkeit zur Kenntnis nahm.
Waren es anfangs noch die lächerlich verfügte Durchschnittskrümmung, die gute europäische Gurken aufzuweisen hatten, so folgte später die wahnwitzige Vernichtungsvorschrift für übergroße Tomatenernten; das Gemüse wurde ins Meer gekippt, nur um den Preis am Markt hochzuhalten.
Wieder einige Zeit danach wurde über alle nationalen Naturschutzgesetze hinweg festgelegt, dass das Schlachtvieh tagelang kreuz und quer durch Europa gekarrt werden konnte. Wen verwundert es da noch, als dann auch genverändertes Getreide den Konsumenten aufgezwungen wurde?
Vor kurzem hat sich diese tolle Bürokratie noch mal selbst übertroffen und eine besonders listige Großtat ausgeheckt: Im Hinblick auf die äußerst tragische Atomverstrahlung in Japan wurden nicht etwa besondere Schutzvorkehrungen für die europäische Bevölkerung getroffen, nein, ganz im Gegenteil: die seit Tschernobyl geltenden Grenzwerte für verstrahlte Produkte wurden sogar noch unter die japanischen Limits herabgesetzt! Somit wurden vergiftete Waren, die gar nicht in den Handel gelangen sollten, mit einem Federstrich für ungefährlich und unschädlich erklärt.
Das ist ungefähr so, als würde man die Alko-Grenzen im Straßenverkehr wieder aufs Doppelte hinaufsetzen. Somit würden die Beanstandungen bei Kontrollen deutlich weniger werden und den Trugschluss erlauben, die Alkoholisierung am Steuer sei deutlich zurückgegangen. Solche raffinierten Taschenspieler-Tricks unserer Europa-Schreibtischtäter wären nicht einmal einem Til Eulenspiegel oder den legendären Schildbürgern eingefallen!
Da diesem tollen Treiben bisher niemand ernsthaft Einhalt gebietet, werden wir auf manch neue „Heldentaten“ nicht lange warten müssen. Wandel und Umbruch sind in Brüssel längst überfällig.
Waren es anfangs noch die lächerlich verfügte Durchschnittskrümmung, die gute europäische Gurken aufzuweisen hatten, so folgte später die wahnwitzige Vernichtungsvorschrift für übergroße Tomatenernten; das Gemüse wurde ins Meer gekippt, nur um den Preis am Markt hochzuhalten.
Wieder einige Zeit danach wurde über alle nationalen Naturschutzgesetze hinweg festgelegt, dass das Schlachtvieh tagelang kreuz und quer durch Europa gekarrt werden konnte. Wen verwundert es da noch, als dann auch genverändertes Getreide den Konsumenten aufgezwungen wurde?
Vor kurzem hat sich diese tolle Bürokratie noch mal selbst übertroffen und eine besonders listige Großtat ausgeheckt: Im Hinblick auf die äußerst tragische Atomverstrahlung in Japan wurden nicht etwa besondere Schutzvorkehrungen für die europäische Bevölkerung getroffen, nein, ganz im Gegenteil: die seit Tschernobyl geltenden Grenzwerte für verstrahlte Produkte wurden sogar noch unter die japanischen Limits herabgesetzt! Somit wurden vergiftete Waren, die gar nicht in den Handel gelangen sollten, mit einem Federstrich für ungefährlich und unschädlich erklärt.
Das ist ungefähr so, als würde man die Alko-Grenzen im Straßenverkehr wieder aufs Doppelte hinaufsetzen. Somit würden die Beanstandungen bei Kontrollen deutlich weniger werden und den Trugschluss erlauben, die Alkoholisierung am Steuer sei deutlich zurückgegangen. Solche raffinierten Taschenspieler-Tricks unserer Europa-Schreibtischtäter wären nicht einmal einem Til Eulenspiegel oder den legendären Schildbürgern eingefallen!
Da diesem tollen Treiben bisher niemand ernsthaft Einhalt gebietet, werden wir auf manch neue „Heldentaten“ nicht lange warten müssen. Wandel und Umbruch sind in Brüssel längst überfällig.
Montag, 14. März 2011
Eiertanz um Libyen
Ihr kennt doch die beiden alten Käuze aus der Muppet-Show, die über ihre Logenbrüstung gelehnt manchmal witzige und öfter noch sarkastisch-zynische Bemerkungen über aktuelle Ereignisse fallen lassen? Genau so kommt mir in letzter Zeit die Einstellung unserer europäischen Politiker-Riege vor, wenn sie die dramatische Entwicklung in Libyen aus gesicherter Entfernung beobachtet. Da sind sie alle gleich, unsere Helden aus der Eurozone.
Die Einen schweigen beharrlich, als ob sie nichts bemerkten, denn sie wollen es sich vorsichtshalber mit keiner Seite verscherzen, solange der Kampf noch unentschieden hin und her wogt. Immerhin geht es um gute Ölgeschäfte und andere gewinnversprechende Deals mit den neuen Siegern. Die Anderen, die eben noch pathetisch dem Diktator für die politische Grabesstille im Land salbungsvoll Dank und Anerkennung ausgesprochen und ihn stets mit modernem Rüstungsmaterial ausgestettet hatten, sehen schon die Zeit gekommen, ihr Mäntelchen in den frischen Wind zu hängen.
Entsetzt über den so gar nicht erwarteten Einsatz der Bordkanonen ihrer Kampfjets mahnen sie mit allem Nachdruck die Einhaltung der Menschenrechte und diffuser westlicher Werte ein. Sie ergehen sich in schier endlosen Beratungen über theoretische Schlichtungsversuche, und während sie beraten und beraten, beobachten sie scharf, ob sich nicht das sogenannte Kriegsglück inzwischen der einen oder anderen Seite zuneigt.
Sie plaudern über humanitäre Hilfen, ohne konkrete Maßnahmen ins Auge zu fassen. Sie wollen bloß auf Zeit spielen mit ihrem politischen Mikado. Denn wer sich zuerst bewegt, könnte verlieren. Alle mitsammen, ganz gleich, ob sie in Brüssel die Köpfe zusammenstecken oder sich in ihre Heimatländer zurückbeordern ließen, schauen gebannt auf die USA in ihrer Rolle als letzter große Weltpolizist. Sollen die doch eingreifen und sich wieder die Finger verbrennen. Aber es verwundert nicht, dass die noch immer an ihren Wunden aus den Abenteuern im Irak und in Afghanistan lecken und wenig Lust verspüren, sich neuerlich die Finger zu verbrennen. Sollten die USA wirklich vor Europas südlicher Haustür die Kastanien für andere aus dem Feuer holen?
Also bleibt erst mal alles beim alten. Wir sitzen in der ersten Reihe fußfrei, lassen die Streitparteien ungebremst aufeinander losschlagen und sorgen uns um die steigenden Kraftstoffpreise. Irgendwann werden die Libyer schon aufhören und dann werden uns die Billigflüge wieder an die afrikanischen Urlaubsküsten bringen, uns Muppets.
Die Einen schweigen beharrlich, als ob sie nichts bemerkten, denn sie wollen es sich vorsichtshalber mit keiner Seite verscherzen, solange der Kampf noch unentschieden hin und her wogt. Immerhin geht es um gute Ölgeschäfte und andere gewinnversprechende Deals mit den neuen Siegern. Die Anderen, die eben noch pathetisch dem Diktator für die politische Grabesstille im Land salbungsvoll Dank und Anerkennung ausgesprochen und ihn stets mit modernem Rüstungsmaterial ausgestettet hatten, sehen schon die Zeit gekommen, ihr Mäntelchen in den frischen Wind zu hängen.
Entsetzt über den so gar nicht erwarteten Einsatz der Bordkanonen ihrer Kampfjets mahnen sie mit allem Nachdruck die Einhaltung der Menschenrechte und diffuser westlicher Werte ein. Sie ergehen sich in schier endlosen Beratungen über theoretische Schlichtungsversuche, und während sie beraten und beraten, beobachten sie scharf, ob sich nicht das sogenannte Kriegsglück inzwischen der einen oder anderen Seite zuneigt.
Sie plaudern über humanitäre Hilfen, ohne konkrete Maßnahmen ins Auge zu fassen. Sie wollen bloß auf Zeit spielen mit ihrem politischen Mikado. Denn wer sich zuerst bewegt, könnte verlieren. Alle mitsammen, ganz gleich, ob sie in Brüssel die Köpfe zusammenstecken oder sich in ihre Heimatländer zurückbeordern ließen, schauen gebannt auf die USA in ihrer Rolle als letzter große Weltpolizist. Sollen die doch eingreifen und sich wieder die Finger verbrennen. Aber es verwundert nicht, dass die noch immer an ihren Wunden aus den Abenteuern im Irak und in Afghanistan lecken und wenig Lust verspüren, sich neuerlich die Finger zu verbrennen. Sollten die USA wirklich vor Europas südlicher Haustür die Kastanien für andere aus dem Feuer holen?
Also bleibt erst mal alles beim alten. Wir sitzen in der ersten Reihe fußfrei, lassen die Streitparteien ungebremst aufeinander losschlagen und sorgen uns um die steigenden Kraftstoffpreise. Irgendwann werden die Libyer schon aufhören und dann werden uns die Billigflüge wieder an die afrikanischen Urlaubsküsten bringen, uns Muppets.
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